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Koi und die Winterfütterung!


Ein Koi wie auch jeder andere Fisch nimmt im Winter, in natürlicher Umgebung, Nahrung zu sich.

In der Natur ist es so, dass sich Fische bei niedrigen Temperaturen in tiefere Seezonen zurückziehen, in denen dann fast konstant 4° C. herrschen. Dieses zur Ruhe legen ist etwas ganz natürliches für den Fisch, die Futteraufnahme wird hierbei aber nicht eingestellt, sondern die Ruhephasen zwischen den Nahrungsaufnahmen ausgedehnt. Im Winter ist das Nahrungsangebot auch in Naturgewässern stark eingeschränkt, da Anflugnahrung (Insekten und deren Larven) fast ganz wegfallen. Aber dennoch finden die Tiere immer etwas zu Fressen.


Was passiert denn jetzt im Teich!


Leider kann man einen Koiteich nicht mit einem See vergleichen.
Ein Koiteich hat eigentlich immer eine höhere Besatzdichte, aber eine kleinere biologische Kapazität wie ein See. Genau das Gleiche gilt für natürliche Nahrung, die in unseren Koiteichen nicht ausreichen zur Verfügung steht. Jedoch ist der größte Unterschied das Aquatische-Klima. Durch die größere Wassermenge ist im See das Wasser nur an der Oberfläche den starken Temperaturschwankungen unterlegen. Im Koiteich ist das bei den wechselhaften Wintern in unseren Gefilden  schon mal ein ständiges auf und ab um mehrere Grad auch in den Zonen die unter 1m Tiefe liegen.  Es gibt auch keine bestimmte Temperatur, bei der sich ein Koi ablegt. Mir fällt es immer wieder auf, dass sich unsere Koi bei starken Temperaturstürzen auch schon mal bei 10 °C ablegen, genauso wie sie bei Perioden mit wochenlangen 4°C munter im Teich herumschwimmen. Das ist sicher schon vielen aufgefallen. Wenn man noch etwas genauer darauf achtet, merkt man, dass auch Tiere die sich nach einem Temperatursturz der nur 1- 2 Tage dauert ablegen und dann sofort wieder aktiv sind. Der Koi braucht immer etwas länger um sich an niedrigere Temperaturen anzupassen und dieser Stress ist für den Koi energiezehrend.


Der Energiehaushalt


Ein Fisch in der Natur kompensiert also das niedrigere Nahrungsangebot und die erschwerten Lebensbedingungen im Winter mit einem Standortwechsel und natürlich mit weniger Bewegung. Der neue Standort wird so gewählt, dass er kaum bis keinen wechselnden Bedingungen unterliegt. Er spart also Energie.
Das versuchen die Koi in unseren Teichen auch. Da hier aber die Temperaturschwankungen viel höher sind weil die meisten Teich einfach zu klein sind, ist es ein ständiges Ablegen und wieder umher schwimmen.  Er kommt also gar nicht richtig zur Ruhe. Der hieraus entstehende Energiemangel ist für den Koi eine ernste Bedrohung. Die Folgen sind im Frühjahr gut zu sehen. Die Koi kommen sehr geschwächt aus dem Winter, wenn sie nicht schon aus Energiemangel zu Grunde gegangen sind und Bakterien wie Parasiten haben leichtes Spiel.
Eine ganze Weile war das Zauberwort Winter Konditionierung, also das Füttern mit Weizenkeimfutter und Fischöl im Herbst. Der Koi legt an Masse zu und zehrt dann im Winter vom „Speck“. Diese Methode ist auch heute noch gängige Praxis, aber es gibt auch die Alternative der Winterfütterung.

 

Winterfütterung.


Die Nachteile in der Winterfütterung sind natürlich klar:
In einem System mit einer begrenzten biologischen Kapazität, in dem die Bakterienteilungsrate bei kalten Temperaturen zurückgeht werden durch das Winterfutter zusätzlich noch Nährstoffe eingebracht.
Das  nächste ist die Dosierung. Ein Winterfutter muss sehr diszipliniert in sehr kleinen Dosen gefüttert werden.
Der Vorteil:
ist allerdings eine Annäherung an die natürliche Ernährung von Fischen im Winter.  Die zu benötigte Energie kann der Koi aus seiner Nahrung ziehen, d.h. ich muss meinen Koi im Herbst nicht zu sehr  mästen und erspare damit verbunden übermäßige  Einlagerungen von Fett in die inneren Organe.
Auch ein hochgemästeter Koi im Topzustand kann in einem Winter mit häufig und stark wechselnden Temperaturen einem Energiemangel zum Opfer fallen. Mann schließe also die Folgen der Überwinterung ohne Konditionierung nicht aus, sondern mildere sie mit Konditionierung  nur ab. 
Jeder Organismus hat eine Art von Gedächtnis. Das kennt wohl jeder als Jo-Jo-Effektnach einer Diät. Der Körper merkt sich eine Durststrecke und bei der nächsten Gelegenheit werden erst einmal wieder Reserven gebildet. Dadurch wird natürlich auch das Längenwachstum im Frühjahr stärker eingeschränkt, da erst einmal wieder Reserven gebildet werden müssen, die vorher vorhanden waren.
Im Frühjahr ist das wieder startende Immunsystem eines Koi noch sehr Anfällig. Durch die kleinen Futtergaben in der kalten Jahreszeit werden die Koi wesentlich besser mit Vitamine und Mineralien versorgt. Somit ist das Immunsystem wesentlich besser als bei den hungernden Koi.
Es ist also durch aus eine gute Alternative, seine Fische im Winter zu Füttern.


Absolute „no go“ für eine Winterfütterung sind:


ein zu kleiner Filter oder ein Ausschalten des Filters.
Wichtig ist es, regelmäßig die Wasserwerte zu kontrollieren. Weizenkeimfutter ist kein Winterfutter. Sollte es zu einem Kälteeinbruch kommen und die Darmtätigkeit eingeschränkt werden, wird dieses Futter im Koi gären, verfaulen und wegen einer Darmverstopfung zum Tode führen. Deshalb ist das was man füttert besonders wichtig, es sollten schon ein reines Winterfutter sein, in kleinen Korngrößen und sinkend!

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